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Medienmitteilungen

Auf dieser Seite finden Sie die neuesten Medienmitteilungen der Bundesanwaltschaft (BA) sowie den Link zu allen weiteren Medienmitteilungen.

27. Februar 2026

Bundesanwaltschaft klagt ehemaligen SBB-Mitarbeiter wegen Betrugs in Millionenhöhe an

Die Bundesanwaltschaft (BA) hat am 24. Februar 2026 Anklage gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der SBB AG (fortan: SBB) insbesondere wegen gewerbsmässigen Betrugs, ungetreuer Amtsführung, schwerer Geldwäscherei und Urkundenfälschung eingereicht. Die BA wirft dem 54-Jährigen vor, die SBB während mehrerer Jahre und mithilfe von vier Mitbeschuldigten mittels Rechnungsstellungen für nicht erfolgte oder überteuerte Warenlieferungen um über CHF 5 Millionen betrogen zu haben. Die vier Mitbeschuldigten müssen sich wegen Gehilfenschaft zum mehrfachen (teilweise gewerbsmässigen) Betrugs, teilweise Gehilfenschaft zur ungetreuen Amtsführung und teilweise schwerer Geldwäscherei vor Gericht verantworten.

28. Januar 2026

Mehrere Hausdurchsuchungen und Vernehmungen im Rahmen von Verfahren wegen mutmasslichen Unterschriftenfälschungen

Am Dienstag, 27. Januar 2026, haben die Bundesanwaltschaft (BA) und das Bundesamt für Polizei fedpol im Rahmen von Verfahren wegen mutmasslichen Unterschriftenfälschungen mehrere Hausdurchsuchungen bei Sammelfirmen in der West- und Deutschschweiz durchgeführt. Am selben Tag wurden mehrere Personen als Auskunftspersonen befragt.

3. Dezember 2025

Internationale Aktion im Kampf gegen Insiderhandel

Im Rahmen mehrerer Strafverfahren der Bundesanwaltschaft (BA) wegen des Verdachts des Ausnützens von Insiderinformationen fanden am Dienstag, 2. Dezember 2025, mehrere Interventionen in der Schweiz, in Deutschland und in Grossbritannien statt. Die Strafverfahren werden gegen fünf Personen geführt, die vertrauliche und kurserhebliche Informationen zu einem börsenkotierten und international tätigen, schweizerischen Unternehmen ausgenutzt haben sollen.

1. Dezember 2025

Kreditvergaben an mosambikanische Staatsunternehmen: Bundesanwaltschaft reicht Anklage wegen Geldwäscherei und Organisationsmängeln bei der Credit Suisse ein

Im Zusammenhang mit Kreditvergaben an mosambikanische Staatsunternehmen reichte die Bundesanwaltschaft (BA) Anklage gegen eine Mitarbeiterin der damaligen Credit Suisse AG (fortan: CS) wegen des Verdachts der Geldwäscherei ein. Der CS und ihrer Muttergesellschaft Credit Suisse Group AG (fortan: Credit Suisse Group) respektive deren Nachfolgeunternehmen UBS AG und UBS Group AG wirft sie zudem vor, die Straftat aufgrund von organisatorischen Mängeln nicht verhindert zu haben. Im Zentrum der Anklage steht die Beendigung einer Geschäftsbeziehung durch die CS und die deshalb erfolgten Abflüsse von mutmasslich deliktischen Geldern ins Ausland, ohne dass die CS oder ihre Muttergesellschaft eine Verdachtsmeldung an die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) erstatteten. Gegen eine weitere Mitarbeiterin der damaligen CS stellte die BA das Strafverfahren ein.

16. Oktober 2025

Cyberkriminalität: Hackergruppe AKIRA intensiviert ihre Aktivitäten

Gemeinsame Medienmitteilung BA, fedpol, BACS - Die Hackergruppe AKIRA hat in den letzten Monaten ihre Aktivitäten in der Schweiz intensiviert. Ungefähr 200 Unternehmen wurden Opfer von Ransomware-Angriffen. Der Schaden beläuft sich derzeit auf mehrere Millionen Schweizer Franken und weltweit auf mehrere hundert Millionen Dollar. Seit April 2024 führt die Bundesanwaltschaft (BA) ein Strafverfahren. Die Ermittlungen werden unter Koordination des Bundesamts für Polizei (fedpol) in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und den Behörden verschiedener mitwirkender Länder geführt. Die schweizerischen Behörden erinnern daran, wie wichtig es ist, sich vor Ergreifen jeglicher Massnahmen mit ihnen in Verbindung zu setzen und Strafantrag zu stellen.

22. August 2025

Bank J. Safra Sarasin AG und eine ihrer ehemaligen Vermögensverwalterinnen mit Strafbefehl verurteilt

Die Bundesanwaltschaft (BA) hat die Bank J. Safra Sarasin AG (nachfolgend: Bank Safra) mit Strafbefehl zu einer Busse von CHF 3,5 Millionen verurteilt, weil sie zwischen November 2011 und Mai 2014 nicht alle zumutbaren und notwendigen organisatorischen Massnahmen getroffen hat, um die Begehung bzw. den Versuch qualifizierter Geldwäscherei im Gesamtumfang von rund USD 71 Millionen zu verhindern. Da die Bank Safra der Privatklägerschaft Petrobras im Rahmen eines Vergleichs einen Betrag von CHF 16 Millionen bezahlt hat, sah die BA von der Anordnung einer Ersatzforderung ab. Zudem verurteilte die BA eine ehemalige Mitarbeiterin der Bank Safra wegen qualifizierter Geldwäscherei zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Die Taten betreffen einen Betrag von insgesamt USD 29,2 Millionen und wurden zwischen November 2011 und Juli 2014 begangen, als sie bei einem anderen Schweizer Bankinstitut tätig war.

22. August 2025

Fall 1MDB: Bank JP Morgan Suisse mit Strafbefehl verurteilt

Nach Abschluss eines im November 2022 eingeleiteten Strafverfahrens hat die Bundesanwaltschaft (BA) einen Strafbefehl und Teileinstellungsverfügung erlassen. Die BA verurteilt die Bank J.P. Morgan (Suisse) SA (fortfolgend JP Morgan Suisse) zu einer Busse von CHF 3 Millionen. Der Bank wurde vorgeworfen, nicht alle erforderlichen und zumutbaren organisatorischen Vorkehren getroffen zu haben, um qualifizierte Geldwäscherei zu verhindern. Die entsprechenden Taten wurden im Zeitraum zwischen Oktober 2014 und Juli 2015 begangen. Die Mittelabflüsse beliefen sich gesamthaft auf rund CHF 174 Millionen. Diese Verurteilung erfolgt im Zusammenhang mit den von der BA geführten Strafverfahren wegen den aus dem malaysischen Staatsfonds 1Malaysia Development Berhad (1MDB) veruntreuten Vermögenswerten. Weil der Staatsfonds, der als Privatkläger am Verfahren beteiligt ist, erklärte, dass er eine Entschädigung in Höhe von MYR 1,4 Milliarden erhalten werde, machte die BA keine Ersatzforderung geltend.

29. Juli 2025

Cyberkriminalität: Internationale Ermittlungen von BA und fedpol führen zu Verurteilung wegen Realtime-Phishing in England

Die Bundesanwaltschaft (BA) führte seit 2022 ein Strafverfahren aufgrund einer grossangelegten Phishing-Serie mittels gefälschten E-Banking-Login-Seiten. Zahlreiche Schweizer Bankkunden wurden dadurch um rund CHF 2.4 Millionen betrogen. In diesem Zusammenhang hat die BA rund 30 Schadfälle aus den Kantonen übernommen. Im Zuge der Ermittlungen von BA und fedpol konnte der Entwickler und Vertreiber des Phishing-Kits identifiziert und in England lokalisiert werden. Das Strafverfahren wurde von den britischen Behörden übernommen, die bereits ein ähnlich gelagertes Verfahren gegen die Person führten. Am 23. Juli 2025 wurde der Beschuldigte nun von einem Gericht in Grossbritannien zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Dieser Erfolg zeigt die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität.

16. Juli 2025

Schutz kritischer Infrastruktur gegen Cyberangriffe: drei mutmassliche Kriminelle identifiziert

Nach mehreren DDoS-Angriffen auf die Webseiten verschiedener Bundesbehörden im Juni 2023 hat die Bundesanwaltschaft (BA) ein Strafverfahren gegen Unbekannt eröffnet. Die prorussische Gruppierung "NoName057(16)" bekannte sich zu den Angriffen. Im Rahmen umfangreicher internationaler Ermittlungen, zu denen die BA und fedpol massgeblich beitrugen, konnten im Frühjahr 2025 mehrere Mitglieder der Gruppierung identifiziert werden. Die BA hat das Strafverfahren auf drei Schlüsselpersonen der Gruppierung ausgedehnt und diese zur Verhaftung ausgeschrieben. Die Betreiber der über 200 angegriffenen Schweizer Webseiten wurden, wo dies möglich war, durch das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) vorab informiert und bei der Abwehr unterstützt. Dieser Erfolg zeigt die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität.

7. Juli 2025

Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen den mutmasslichen Anführer und ein mutmassliches Mitglied des Schweizer Ablegers einer terroristischen Organisation im Kosovo

Die Bundesanwaltschaft (BA) hat gegen einen kosovarischen Staatsangehörigen Anklage wegen des Verdachts erhoben, Verantwortlicher (Emir) des Schweizer Ablegers einer kosovarischen Terrororganisation zu sein. Er wird zudem verdächtigt in der Leitung dieser Organisation im Kosovo aktiv gewesen zu sein. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, vor allem in der Region Genf mit der Unterstützung eines weiteren Beschuldigten Handlungen zur Indoktrinierung, Finanzierung und Anwerbung von Neumitgliedern im Namen dieser Terrororganisation vorgenommen zu haben. Die Beschuldigten werden zudem verdächtigt, für die Ideologie der Terrororganisation «Islamischer Staat» propagandistisch tätig gewesen zu sein, dies im Rahmen ihrer regelmässigen Treffen, aber im Fall des zweiten Beschuldigten auch auf individueller Ebene. Die beiden Beschuldigten werden somit verdächtigt, mit vorliegenden Handlungen die Terrororganisation «Islamischer Staat» unterstützt und gleichzeitig deren Gedankengut verbreitet zu haben.

17. Juni 2025

Banque Pictet et Cie SA und einer ihrer ehemaligen Vermögensverwalter per Strafbefehl verurteilt

Die Bundesanwaltschaft verurteilte einen ehemaligen Vermögensverwalter der Banque Pictet et Cie SA (Banque Pictet) per Strafbefehl wegen schwerer Geldwäscherei zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Die Banque Pictet wurde zu einer Busse von CHF 2 Millionen verurteilt, weil sie nicht alle erforderlichen und zumutbaren organisatorischen Vorkehren getroffen hatte, um eine solche Straftat zu verhindern. Die Strafuntersuchung ergab, dass zwischen Juni 2010 und Mai 2013 Gelder von Bestechungszahlungen in der Höhe von insgesamt über USD 4.1 Millionen vom Konto eines brasilianischen Amtsträgers bei der Banque Pictet aus verschoben worden waren, um ihre kriminelle Herkunft zu verschleiern.

16. April 2025

In der Schweiz aktive kriminelle Organisation: Anklage gegen einen im Kanton Aargau wohnhaften Italiener eingereicht

Die Bundesanwaltschaft hat am 15. April 2025 gegen einen im Kanton Aargau wohnhaften Italiener Anklage wegen Beteiligung an resp. Unterstützung einer kriminellen Organisation beim Bundesstrafgericht eingereicht. Dem 58-Jährigen wird insbesondere vorgeworfen, mindestens zwischen 2001 und 2020 dem ‘Ndrangheta-Clan Anello-Fruci als Ansprechpartner in der Schweiz gedient und sich hierzulande für die Förderung der Interessen der Organisation eingesetzt zu haben. Der Beschuldigte soll zudem eine Reihe von Straftaten begangen haben; darunter Einfuhr, Erwerb und Lagerung von Falschgeld, Hehlerei, Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition sowie Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

14. April 2025

Bundesanwaltschaft klagt jungen Schweizer wegen geplanter Jihad-Reise an

Die Bundesanwaltschaft hat gegen einen 21-jährigen Schweizer beim Bundesstrafgericht Anklage im abgekürzten Verfahren erhoben. Der Beschuldigte habe die verbotene terroristische Gruppierung «Islamischer Staat» (IS) unterstützt, insbesondere indem er eine Reise nach Somalia geplant habe, um sich dort dem IS anzuschliessen. Zudem soll er IS-Propagandamaterial an verschiedene Personen verschickt und Gewaltdarstellungen besessen haben.

3. April 2025

2024: ein ausserordentliches Jahr für die Bundesanwaltschaft

Die Bundesanwaltschaft (BA) erwirkte 2024 mehrere Urteile in den Bereichen Völkerstrafrecht, Staatsschutz, Terrorismus und Wirtschaftskriminalität, die wegweisenden Charakter haben. Strafbefehle gegen internationale Rohstoffkonzerne und der erste Prozess am Bundesstrafgericht wegen strafrechtlicher Verantwortlichkeit eines Unternehmens bezüglich der Bestechung fremder Amtsträger zeigen, dass das Schweizer Unternehmensstrafrecht funktioniert. Mit weiteren gesetzlichen Instrumenten wäre jedoch noch eine weitaus effizientere und effektivere Strafverfolgung in diesem Bereich möglich. Damit die innere Sicherheit der Schweiz auch langfristig gewährleistet werden kann, ist die BA auf genügend Ermittler von Seiten der Bundeskriminalpolizei angewiesen.

20. März 2025

Vereinigtes Königreich, Frankreich und die Schweiz vereinbaren neue Allianz zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption

Das Serious Fraud Office (SFO) des Vereinigten Königreichs, Frankreichs Parquet National Financier (PNF) und die Bundesanwaltschaft (BA) bekräftigten am 20. März 2025 ihr gemeinsames Engagement zur Bekämpfung internationaler Bestechung und Korruption. Um die Zusammenarbeit zu stärken, haben die drei Partner ein «Founding Statement» unterschrieben, das die Gründung einer Task Force beinhaltet.

12. März 2025

Festnahme im Zusammenhang mit Sprengsätzen in Genf

Umfangreiche Ermittlungen, die seit August 2024 nach einer Schussabgabe aus einer selbstgebauten Waffe und der Detonation von unkonventionellen Sprengsätzen in Genf geführt wurden, haben am 12. März 2025 zur Festnahme eines 61-jährigen Schweizers geführt. Die Festnahme erfolgte im Rahmen eines gross angelegten Polizeieinsatzes in Genf. Der Mann steht unter dringendem Verdacht, unter anderem an der Herstellung von improvisierten Sprengsätzen beteiligt gewesen zu sein, durch die 2024 in Genf mehrere Personen verletzt wurden. Die Ermittlungsergebnisse sind ein Resultat der engen Zusammenarbeit aller beteiligten Partner.

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