UNO-Klimakonferenz COP31: Bundesrat erteilt Schweizer Delegation Verhandlungsmandat
Bern, 19.08.2026 — Der Bundesrat hat am 19. August 2026 das Mandat der Schweizer Delegation für die 31. UNO-Klimakonferenz (COP31) genehmigt. Diese findet vom 9. November bis zum 20. November 2026 in Antalya (Türkei) statt. UVEK-Vorsteher Albert Rösti wird die Schweiz in der zweiten Verhandlungswoche auf Ministerebene vertreten. Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass die Länder ihre Klimaziele unter dem Pariser Übereinkommen wirksam umsetzen.
Die COP31 hat zum Ziel, die Umsetzung des Pariser Übereinkommens zu stärken. Dieses verpflichtet alle Staaten, ihre Treibhausgasemissionen zu senken. Dazu müssen sie ihre nationalen Klimaziele alle fünf Jahre verschärfen, entsprechende Massnahmen umsetzen und regelmässig über die Fortschritte berichten. Das Übereinkommen umfasst zudem Bestimmungen zur Anpassung an den Klimawandel oder Unterstützungsmassnahmen wie die Finanzierung und den Technologietransfer für Entwicklungsländer.
Rolle der Schweiz
Die Schweiz arbeitet in Antalya darauf hin, dass alle Länder, vor allem jene mit grossem Treibhausgas-Ausstoss, wirksame Massnahmen ergreifen, um ihre Klimaziele zu erreichen. Weiter geht es um die an der COP28 von 2023 gesteckten Ziele, nämlich die Verdreifachung der erneuerbaren Energien und die Verdoppelung der Energieeffizienz bis 2030 sowie den Ausstieg aus den fossilen Energien bis 2050. Dafür sollen die Länder enger zusammenarbeiten und nationale Fahrpläne (sog. Roadmaps) entwickeln. Zudem wird sich die Schweiz dafür engagieren, dass die internationalen Investitionen in den Klimaschutz wachsen und die Wirtschaft dabei aktiver einbezogen wird.
Der Bundesrat wird die Aussenpolitischen Kommissionen der eidgenössischen Räte zu diesem Mandat konsultieren. Das Mandat gilt als genehmigt, sofern diese keine Vorbehalte anmelden.
Schweizer Delegation in Antalya
Während der zweiten Konferenzwoche treffen sich die Umweltministerinnen und -minister zu Verhandlungen auf höchster politischer Ebene. Bundesrat und UVEK-Vorsteher Albert Rösti wird die Schweiz an diesem Ministersegment vertreten. Die Schweizer Verhandlungsdelegation umfasst elf Personen und steht unter der Leitung von Umweltbotschafter Felix Wertli, Chef der Abteilung Internationales des Bundesamts für Umwelt. Ebenfalls Teil der Delegation sind vier Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft aus Wirtschafts- und Umweltkreisen.
Stand des Pariser Übereinkommens
Das Pariser Übereinkommen wurde 2015 verabschiedet. Nach dem Austritt der USA sind aktuell 194 Staaten Vertragsparteien. 145 Länder haben ihre Klimaziele für 2035 eingereicht und decken damit 78 Prozent der weltweiten Treibhausemissionen ab. Bei der Verabschiedung im Jahr 2015 steuerte die Welt auf 4 Grad Celsius Erwärmung zu. Mit der Umsetzung der Klimaziele der Länder wird die Erwärmung auf 2,3 bis 2,5 Grad begrenzt. Dies zeigt, dass das Abkommen Wirkung erzielt. Das Ziel, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, wird mit den aktuellen Massnahmen aber noch nicht erreicht.
