Die Schweiz nimmt in Toronto an der Konferenz zur Rückkehr ukrainischer Kinder, ziviler Häftlinge und Kriegsgefangener teil
Bern, 28.09.2026 — Der Delegierte des Bundesrates für die Ukraine, Jacques Gerber, vertritt die Schweiz am 28. und 29. September 2026 an der zweiten internationalen Konferenz zur Rückkehr von gewaltsam verschleppten oder deportierten ukrainischen Kindern, zivilen Häftlingen und Kriegsgefangenen. Für die Schweiz ist es eine Fortsetzung ihres Engagements zum Schutz der vom Krieg gegen die Ukraine betroffenen Bevölkerung und zur Einhaltung des Völkerrechts.
Das Treffen in Toronto, das im Anschluss an eine erste Konferenz stattfindet, die im Oktober 2024 auf Initiative von Kanada, Norwegen und der Ukraine in Montreal abgehalten wurde, soll dazu beitragen, die menschliche Dimension des Krieges international besser zu koordinieren. Die Teilnehmenden werden Möglichkeiten prüfen, wie die Rückkehr von Kindern, zivilen Häftlingen und Kriegsgefangenen erleichtert werden kann. Aber auch deren langfristige Betreuung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft werden thematisiert.
Der Schutz der vom Krieg betroffenen Menschen war einer der drei Schwerpunkte der von der Schweiz im Juni 2024 auf dem Bürgenstock organisierten Friedenskonferenz zur Ukraine. Seither beteiligt sich die Schweiz an den internationalen Bemühungen, um den an der Konferenz eingeleiteten Prozess umzusetzen. Die Konferenz in Toronto bietet die Gelegenheit, diesen Weg gemeinsam mit den Partnerstaaten und den internationalen Organisationen unter Wahrung des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte weiter zu verfolgen.
Rückkehr ukrainischer Kinder
Die Schweiz ist seit Anfang 2026 Mitglied der Internationalen Koalition für die Rückkehr ukrainischer Kinder, die im Februar 2024 von der Ukraine und Kanada ins Leben gerufen wurde. Vor ihrem Beitritt nahm sie als Beobachterin teil. Die Koalition setzt sich für die sichere Rückkehr der Kinder sowie für deren Wiedereingliederung ein. Die Schweiz verurteilt die rechtswidrige Deportation und Verschleppung ukrainischer Kinder, die schwere Verstösse gegen das Völkerrecht darstellen.
Zudem engagiert sich die Schweiz im Rahmen des vom Bundesrat im Februar 2025 verabschiedeten Länderprogramms für die Ukraine für den Zeitraum 2025–2028 mit 1,5 Milliarden Franken. Das Programm soll zum wirtschaftlichen Wiederaufbau, zur Stärkung der öffentlichen Dienstleistungen sowie zum Schutz der Zivilbevölkerung und der Friedensförderung beitragen. Zu den Schwerpunkten der Schweiz gehören insbesondere die Nothilfe, die humanitäre Minenräumung, die Suche und Identifizierung vermisster Personen sowie die Dokumentation und Ahndung von Verstössen gegen das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte.
Nützliche Links:
Unterstützung des Bundes für die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen (EDA)
Ukraine (SECO)
Ukraine (DEZA)
